Der perfekte Start in den Tag

Ich liebe es, morgens aufzustehen während die Welt noch schläft.

Dann kann ich mich in Ruhe anziehen, meinen ersten Kaffee des Tages genießen und den Alltag noch ein bisschen draußen -vor allem in den Kinderzimmern-  lassen. Nur eine halbe Stunde, in der ich wach werden, meinen Blick schweifen lassen, mich sammeln und mir überlegen kann, was am bevorstehenden Tag so anliegt. Mein Kaffee duftet wohlig und ich atme durch.

Eine halbe Stunde sanfte, stille Me-Time, bevor der Familientrubel um mich herum einsetzt. Dann kann der Tag beginnen.

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Die Wahrheit über meinen Homeoffice-Tag

Angeregt von der Frage, die Andrea von meworkingmom gestern morgen auf Instagram gestellt hat: „Was sind die Vorteile am Homeoffice?“, habe ich mir so meine Gedanken gemacht.

Heute bin ich im Homeoffice und müsste also Antworten darauf finden. Und die habe ich auch:

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Kleine Schritte, große Wirkung oder Eltern sind Schildkröten…

Ich lese manchmal die Klappentexte von Lebenshilfebüchern und oft erzählt mir meine „kleine“ Schwester von Ratgebern, die mein Leben verändern sollen. Ab und zu landet eines dieser Bücher dann auch bei mir zu Hause. Und bleibt ungelesen. Was sicher oft bedauerlich ist. Im Moment höre und lese ich viel von kleinen Schritten, von Mikroschritten, von ganz kleinen Dingen, die grundlegende Veränderungen auslösen können. Schließlich ist bald Neujahr. Der beste Zeitpunkt, um sich darüber Gedanken zu machen, ob und was ich in meinem Leben verändern will. Das habe ich kürzlich ja auch schon getan.

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Weil der November so gefühlig macht…

Ich kann nichts dafür.

Wenn es draußen die meiste Zeit dunkel ist, sich die ersten Schneeflocken mit dem einst so farbenfrohen und inzwischen braun-matschigen Herbstlaub vermischen und es für mich viel zu kalt da draußen wird, dann zieht bei uns mein Seelenkater ein. Der sitzt dann in unserer Küche und lässt sich von schlechten Nachrichten schnell beunruhigen, zweifelt an der Sinnhaftigkeit des Daseins und kocht literweise Tee. Manchmal zerrt er auch die alte Wärmflasche aus dem Küchenschrank und scheucht die Kinder eine Stunde früher als sonst ins Bett (die auch tatsächlich eine Stunde früher als sonst einschlafen, vermutlich weil es draußen schon so dunkel ist). Und dann denkt der Seelenkater darüber nach, was im Leben anders laufen müsste, damit er hier wieder verschwinden kann. Aber vorher muss er ein paar Tränen vergießen, weil das Leben so anstrengend ist. Dann fragt der Mäusepapa: „Warum weint der denn?“ und ich sage: „Weil, weil, na weil eben alles so bäh ist.“. „Alles?“, fragt der Mäusepapa nach und ich antworte „Na gut, nicht alles. Die Kinder nicht. Aber alles andere eben.“. „Ich auch?“, fragte er weiter und dann muss ich ihm ehrlich sagen: „Ja, manchmal Du auch.“

Das erstaunt den Mäusepapa, weil er doch so pflegeleicht sei und weil doch alles so gut laufe zwischen uns und weil doch das Familienleben nun mal so sei wie es ist. Und da muss auch der Seelenkater ihm recht geben. Ich wolle das doch gar nicht anders und wenn es anders wäre, wären das wohl auch nicht mehr ich und auch nicht mehr wir. Als Eltern eben und irgendwo trotzdem noch als Paar.

Das sei doch verdammt viel. Auch wenn ich das gerade nicht so deutlich sehen könne.

Ist ja auch arg dunkel da draußen.

Und ich muss zugeben, sie halten sich beide gut mit dieser Dankbarkeit.  Der Mäusepapa und mein Seelenkater.

Das bringt mich trotzdem noch zu dem Punkt, an dem eine Freundin im 8 Schwangerschaftsmonat (mit ihrem ersten Kind) meinte, wir seien dem Mäuserich gegenüber nicht konsequent genug. Das ist auch der Punkt, an dem der Freund meiner Schwester den Mäuserich so gut im Griff hatte, als er neulich half, unsere Kinder zu hüten. Das meinte die Mäuseoma mit dieser Bewunderung in der Stimme. Und das der Mäuserich da auch viel braver gewesen sei als sonst mit seiner Brüllerei. Davon muss ich dem Mäusepapa dann auch gleich noch erzählen, weil der Seelenkater noch immer bei uns am Tisch sitzt und nun Schokolade will. Und der Mäusepapa sagt dazu etwas ganz simples: „Die sind ja auch nicht seine Eltern. Das ist unser Mäuserich. Wir leben mit ihm jeden Tag. Das ist etwas ganz anderes.“. Da hat er schon wieder recht, finde ich, und schon geht es uns besser. Dem Seelenkater und mir.

Die Schokolade essen wir trotzdem noch.

Und dann setzen wir uns auf das Sofa, schauen in die Dunkelheit des Novembers und sehen sogar ein paar Lichter am Himmel. Der Mäusepapa bringt noch eine zweite Kanne voll Tee und setzt sich dazu. Und auf einmal sind wir nur noch zu weit auf dem Sofa. Ohne Seelenkater.

Wahrscheinlich kommt er morgen schon wieder, aber jetzt wird erst einmal gekuschelt. Im Dunkeln.

Wir haben es getan…

… und sind ein Wochenende lang ohne Kinder verreist. Wir waren in Kopenhagen, bei allerbestem Regenwetter und mit einer ungemütlichen Erkältung im Gepäck. Aber das war uns egal, denn wir haben es geschafft.

Wir haben ein verlängertes Wochenende ohne Kinder erlebt.

An unserem 10. Hochzeitstag. Juchhu!!!

Und dabei kein bisschen, nur ein wenig, na gut – nur ab und zu über die Kinder geredet.

Was soll ich sagen?

Es war schön.

Das Hotel war „very nice“. Das Frühstück war ein Traum und das Wetter hielt sich hartnäckig mit Dauerregen und dichter Wolkendecke.

autumn landscape city woman umbrella rain puddles of yellow trees

Was soll´s? Endlich mal allein.

Wir sind mit unseren Regenschirmen durch die Stadt gebummelt, haben die hübschen „Designbutikker“ durchstöbert und einmal den Tivoli umrundet. Wir  waren Kaffee trinken, mehr als einmal in Ruhe essen und ganz viel spazieren.

Sogar die kleine Meerjungfrau habe ich mir zusammen mit 20 anderen Touristen bei einsetzendem Sprühregen mit schnellem Übergang zum kräftigen Schauer angesehen und wurde durch Zufall auch noch Zeugin einer Wachablösung vor Amalienborg.

 

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Ansonsten haben wir uns ausgeschlafen, spät gefrühstückt, uns mit einem Buch am späten Nachmittag ins Bett gekuschelt und uns über die Stille gefreut.

Bei uns in Kopenhagen war es also vollkommen langweilig.

Viel spannender hingegen lief es in der Zwischenzeit zu Hause ab. Die Oma hat seit Donnerstagmittag auf Maus, Mäuserich und Minimaus aufgepasst und am Freitag ist die Mäusetante wie verabredet zur Hilfe geeilt. Gemeinsam haben sie Schnupfnasen bekämpft, Elternweh weggetröstet, neue Konstellationen beim Zubettgehen ausprobiert (Maus und Minimaus mit der Oma in einem Bett; die Tante mit Maus und Minimaus in einem Bett; Maus, Mäuserich und Minimaus mit der Tante in einem Bett, die Oma im Bett des Mäuserichs; am Ende hat die Maus die Minimaus ins Bett gebracht und der Mäuserich ist nachts dazugekommen); das ganze Wochenende nicht gebadet; dafür aber das Miniaturwunderland, die Elbphilharmonie und den neuen Rewe von innen gesehen; einen Spielplatz besucht; gemeinsam gekocht und die Wogen nach mehr als einem kindlichen Wutausbruch wieder geglättet.

Alle haben es überlebt.

Ich finde, das hört sich gaaaaanz prima an.

Das machen wir jetzt öfter.